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4.4 Dokumentation betrieblicher Prozesse mit Zeittafel
KiTa „Die wilden Füchse“ des Bürgerschaftshaus e.V., Köln-Bocklemünd
Kontakt: Über Teilnahme einer engagierten Erzieherin am TBS-Transferworkshop zur "Beschäftigungsfähigkeit im Betrieb" und deren Bericht in der Teambesprechung der Einrichtung. Bisher unveränderte Zusammensetzung des Steuerkreises: Leiter der Einrichtung, engagierte Erzieherin und Initiatorin, pädagogischer Leiter des Trägers.
Bei der ersten Steuerkreissitzung wird neben dem UnternehmensCheck (im Konsens) auch der Genderfragebogen ausgefüllt. Er wird allerdings bei der späteren Identifizierung von Handlungsfeldern keine unmittelbaren Konsequenzen haben. Der UnternehmensCheck ist Anregung für den pädagogischen Leiter, bei den externen Dienstleistern, die gesetzlich vorgeschriebene, aber vom Träger bezahlte Dienstleistungen in Sachen Gesundheit erbringen, nachzufragen (z.B. Arbeitssicherheit/Gefährdungsanalyse oder Betriebsarzt), was über die klassischen Auswertungen (Unfallsicherheit) und Untersuchungen (G37) hinaus im Rahmen dieser Dienstleistungen und Verträge noch an spezifischen Inputs und Anregungen gegeben werden könnte. Verteilen und Erklären des SelbstChecks erfolgen auf einer Teamsitzung.
Die Erzieherin im Steuerkreis berichtet über spürbare Veränderungen und Sensibilisierung nach dem Ausfüllen des SelbstChecks: Die Kolleginnen würden erstmals miteinander über die eigene Gesundheit bis hin zu im SelbstCheck abgefragten Symptomen sprechen.
Unter den Handlungsfeldern wird ein einziges ("physische und psychische Belastungen) zur Bearbeitung durch Arbeitsgruppen ausgewählt. Hierzu wird ein ausdrückliches Ziel formuliert. Allerdings sollen keine neuen Arbeitsgruppen gebildet werden, sondern die Teilteams (jede Erzieherin ist in genau einer solchen Arbeitsgruppe), die gerade an den pädagogischen Konzepten für die zukünftigen Gruppen nach der Sommerpause arbeiten, sollen das Thema mit bearbeiten. Das ist zwar ein nachträglicher zusätzlicher Arbeitsauftrag, für den sich die bearbeitenden Gruppen weder freiwillig gemeldet noch in dieser Zusammensetzung gefunden haben. Dafür konnten aber Zusatzaufwand an Kommunikation und Koordination durch zusätzliche parallele Arbeitsgruppen vermieden werden und die Ergebnisse direkt in die Konzepte einfließen.
Die Arbeitsgruppen bringen aber in ihren Ergebnissen keine ausdrücklichen gesonderten Vorschläge zum Thema Gesundheit. Deshalb haben der Einrichtungsleiter und der pädagogische Leiter die gesundheitsbezogenen Vorschläge aus den Ergebnissen der Arbeitsgruppen zusammengestellt. Eine Entscheidungsvorlage für den Vorstand wurde zur Umsetzung delegiert. Daneben werden Angebote direkt aus dem Steuerkreis konzipiert, die durch Synergien für den Träger ohne größeren (finanziellen) Aufwand möglich sind:
Eine Sportlehrerin hatte angefragt, ob sie für eigene Kursangebote nahegelegene Räume des Trägers nutzen könne. Im Gegenzug soll sie in den Räumen Powergymnastik für die Beschäftigten anbieten.
Im Rahmen der Offenen Tür betreibt der Träger auch einen Kraftsportraum. Dieser soll den Beschäftigten – nach einer problembezogenen Einweisung durch den verantwortlichen Mitarbeiter: z.B. „Wie handhabe ich die Geräte zur Stärkung des Rückens?“ – in den persönlichen Pausen zur individuellen Nutzung zur Verf stehen.
Erste Überlegungen zur Erfolgsmessung wurden ebenfalls im Steuerkreis angestellt:
Wiederholung von – im Steuerkreis noch auszuwählenden – Fragen aus dem SelbstCheck in 6-9 Monaten
Teilnahme von jeweils mindestens 5 Beschäftigten, also 33% der Beschäftigten der Einrichtung, an den Sportangeboten.
KiTas der Stadt Frechen
Der Kontakt erfolgt über den Personalrat, der auf Anfrage einer KiTa-Kollegin aktiv wurde. Im Vorgespräch werden bereits 3 konkrete Einrichtungen für eine Teilnahme am Projekt angedacht. Ursprüngliche Zusammensetzung des Steuerkreises: Fachberaterin (gleichzeitig Fachvorgesetzte aller KiTas), Personalratsvorsitzender, Leiter der Personalabteilung, Leiterin und zwei Erzieherinnen aus der Einrichtung "Flohzirkus". Der UnternehmensCheck wird in dieser Zusammensetzung (im Konsens) bearbeitet, es wird kein Genderfragebogen herausgegeben, da in den Frechener KiTas ausschließlich Frauen beschäftigt sind. Beim SelbstCheck wird der Bedarf gesehen, weitere Einrichtungen zu beteiligen, und geklärt, dass das Ausfüllen des SelbstChecks und die Beteiligung an Steuerkreis oder Arbeitsgruppe zwei verschiedene Dinge sind. So werden von der Fachberaterin kurzfristig noch zwei Einrichtungen nachbenannt, die sich auch am SelbstCheck beteiligen. Verteilen und Erklären des SelbstChecks erfolgen in den Einrichtungen auf den Teamsitzungen. Dabei wird strikt darauf geachtet, die Beschäftigtengruppen für die Auswertung so zusammenzustellen, dass aus den Antworten keine Rückschlüsse auf die einzelnen Beschäftigten gezogen werden können. In einer KiTa wird eine Urne aufgestellt, in den beiden anderen sammeln die Leiterinnen die verschlossenen Couverts und senden sie gesammelt per Post an die TBS zur Auswertung.
Auf den nächsten Sitzungen des Steuerkreises kommen die Leiterinnen der beiden Einrichtungen "Regenbogen" und "Buddelkiste" dazu – die eine ab der Auswertung, die andere zur Zielformulierung. Für die Auswertung werden zwei Sitzungen benötigt. Da in den Freitextantworten auch Führungsprobleme angesprochen wurden, erweist es sich als günstig, dass 3 Einrichtungen beteiligt sind – die Beratung hätte bei nur einer Einrichtung diese Ergebnisse weglassen müssen, da sie eindeutig auf eine Person beziehbar gewesen wären.
Das Clustern und Auswählen der Handlungsfelder sowie die Formulierung der Ziele in den 3 (im Konsens) ausgewählten Handlungsfeldern Gesundheit, Arbeitsorganisation und Qualifizierung sowie der Rahmenbedingungen für die Arbeitsgruppen erfolgen in einer weiteren Sitzung. Der Vertreter der Personalabteilung versucht trotz Terminüberschneidungen an den Sitzungen teilzunehmen.
Das Handlungsfeld Berufsperspektive wird als zu schwierig für eine Arbeitsgruppe von Beschäftigten angesehen, dennoch legen die Leiterinnen und Erzieherinnen großen Wert auf die Bearbeitung, so dass schließlich in eigener Koordination Fachberaterin, Personalratsvorsitzender und Leiter der Personalabteilung eine Sonderarbeitsgruppe zu dem Thema bilden.
Zur Zusammensetzung der Arbeitsgruppen gibt es zwei Ideen: Für die zeitliche Koordinierung (Sommerschließungszeiten, Teamtermine, spontane Treffen) wäre es günstiger, pro Einrichtung ein Thema zu bearbeiten. Andererseits würden einrichtungsübergreifende Arbeitsgruppen beim Erarbeiten von Vorschlägen, die schließlich für alle Einrichtungen umgesetzt werden sollen, weniger von einrichtungsspezifischen Voraussetzungen ausgehen, so dass schließlich die Vorgabe gewählt wird, es sollen einrichtungsübergreifende Arbeitsgruppen mit je 3-4 Beschäftigten gebildet werden, wobei sich die 3 Leiterinnen auf die 3 Arbeitsgruppen verteilen.
Für die Information der Beschäftigten aus den 3 beteiligten Einrichtungen über die Ergebnisse der Auswertung und die Bildung von Arbeitsgruppen werden diese zu einer gemeinsamen Veranstaltung ins Rathaus eingeladen. Von Seiten der Beratung gibt es auf Wunsch des Betriebs eine Präsentation der 3 Ziele, der darauf bezogenen Ergebnisse (die ja auch Input für die Arbeitsgruppen und über die Leiterinnen dort verfügbar sind) und der Rahmenbedingungen. Zu allen 3 Themen finden sich Arbeitsgruppen, deren Ergebnisse auf zwei Steuerkreissitzungen bewertet werden. Maßnahmen zur Umsetzung wurden beschlossen, eine (Teil-) Personalversammlung des KiTa-Bereichs ist geplant. Bei den Mitarbeiterinnen gibt es eine große Enttäuschung über die Auskunftsbereitschaft der Krankenkassen zum betrieblichen Gesundheitsschutz.
Heilpädagogische KiTa Alsbachtal der Alsbachtal Kinderförderung gGmbH, Oberhausen
Kontakt: über die Leiterin der Einrichtung, die auf dem BiB-Transferworkshop war. Anfangs gibt es häufig Wechsel der KiTa-Teilnehmerinnen bei den überbetrieblichen Treffen. Die dadurch entstehenden Informationslücken werden durch einen kurzfristigen Termin der Beratung mit Leiterin und Stellvertreterin ausgeglichen.
Zusammensetzung des Steuerkreises: Leiterin und Stellvertreterin sowie eine Vertreterin des Betriebsrats, der zwischenzeitlich für eine Beteiligung gewonnen werden konnte. Es stellt sich heraus, dass es wegen der heilpädagogischen Ausrichtung 3 Beschäftigtengruppen in der Einrichtung gibt: Erzieherinnen (dazu zählen auch die beiden Leiterinnen), Therapeutinnen sowie Küchenkräfte und FahrerInnen. Das Projekt soll sich auf alle 3 Gruppen beziehen (Entscheidung des Betriebs). Deshalb sollten auch alle Gruppen im Steuerkreis vertreten sein. Das teilnehmende Betriebsratsmitglied ist Therapeutin, deshalb wird eine Fahrerin dazu genommen, die ebenfalls Betriebsratsmitglied ist. Die Geschäftsführung und Personalverwaltung des Trägers sind nicht vertreten. Stattdessen übernimmt die Leiterin die Verantwortung, den zu erarbeitenden Maßnahmenplan anschließend mit der Geschäftsführung des Trägers abzustimmen.
Der UnternehmensCheck wird beim ersten Steuerkreistermin im Konsens ausgefüllt, wobei teilweise Schwierigkeiten bestehen, zu entscheiden, ob mit Leitung nun die Geschäftsführung oder die Leitung der Einrichtung gemeint sind. Auf den Genderfragebogen wird verzichtet, da die Erzieherinnen und Therapeutinnen nur Frauen sind.
Der SelbstCheck wird im Rahmen einer Teambesprechung verteilt und erklärt, die Fragebögen werden im (einzig abschließbaren) Büro der Leiterin gesammelt und vom Berater abgeholt, die verschlossenen Auswertungen von der Leiterin gegen Vorlage des Abholzettels und Unterschrift auf einer Namensliste verteilt.
Die Auswertung der SelbstChecks wird im Steuerkreis zunächst in Form der Excelblätter vorgelegt und stößt auf Kritik wegen mangelnder Verständlichkeit und Übersichtlichkeit. Daraufhin wird zur nächsten Sitzung eine überarbeitete Form der Auswertung erstellt, von der schließlich auch die übrigen Betriebe profitieren. Zwischen der Auswertung und der Clusterung und Auswahl der Handlungsfelder scheidet die Therapeutin aus dem Betriebsrat aus dem Steuerkreis aus, stattdessen kommt eine Physiotherapeutin dazu. Der Betriebsrat ist weiter durch die Fahrerin vertreten.
Auf der gleichen Sitzung wie die Clusterung und Auswahl der drei Handlungsfelder:
Gesundheitsmanagement / Gesundheitsförderung
Balance Arbeit-Leben / flexible Arbeitszeit
Betriebsklima / Kommunikation / Zusammenarbeit
werden Ziele und Rahmenbedingungen für die Arbeitsgruppen formuliert. Leiterin und Stellvertreterin wollen sich aus den Arbeitsgruppen zurückhalten, Physiotherapeutin und Fahrerin sind eindeutig an der Arbeitsgruppe Gesundheit interessiert – die eine, weil sie dort ihr Spezialwissen und mögliche interne Angebote einbringen kann, die andere, weil die Fahrerinnen sich von den anderen beiden Themen nicht so betroffen fühlen.
Die Themen werden (unter Bezug auf einzelne Ergebnisse) den Beschäftigten auf einer Teamsitzung vorgestellt. Es finden sich 3 Arbeitsgruppen, wobei die Arbeitsgruppe zur Arbeitszeit unterstützende Informationen über die rechtlichen Möglichkeiten wünscht, welche auf einem Projektseminar vermittelt werden können. Auf vier Steuerkreissitzungen werden die Arbeitsgruppenvorschläge besprochen und bewertet sowie die Umsetzung der Maßnahmen geplant.
KiTas der Stadt Dortmund
Die Initiative wurde durch Personalratsmitglieder ergriffen, die sich schon länger mit dem Demografie-Problem (auf betrieblicher und auf gewerkschaftlicher Ebene) beschäftigten und auf das Projektvorhaben aufmerksam wurden. Innerbetrieblich ging es um die Fortsetzung eines bereits durchgeführten Projekts der Stadt Dortmund zu "Älter werden im Beruf" mit einem Schwerpunkt in den Kindertagesstätten. Seitens der Betriebsleitung FABIDO ("familienergänzende Bildungseinrichtungen für Kinder der Stadt Dortmund") bestand deshalb grundlegendes Interesse an dem Thema und Einbettung in bisherige Erkenntnis-Prozesse. Der betriebliche Steuerkreis setzt sich zusammen aus Betriebsleitung (FABIDO), Fachberatung, zuständiges Mitglied GPR, alle LeiterInnen der 6 ausgewählten KiTas, je eine GruppenkollegIn der 6 ausgewählten KiTas, 2 Erzieherinnen die als VertreterInnen einer Seminargruppe zu altersgerechtem Arbeiten als "Kontrollgruppe" fungieren und ist dadurch mit 17 TeilnehmerInnen ungewöhnlich groß. Wegen der anhaltenden vollständigen Teilnahme und aktiven Diskussions-Beteiligung finden die Steuerkreissitzungen jeweils ganztägig statt. Bei der ersten Steuerkreissitzung wurde das Projekt mit Zielsetzungen, geplanter Vorgehensweise und überbetrieblicher Zusammenarbeit ausführlich vorgestellt, eine Festlegung des Untersuchungsbereiches (6 KiTas + Kontrollgruppe) getroffen und das weitere Verfahren festgelegt. Anschließend wurde der Fragebogen UC vorgestellt und gemeinsam ausgefüllt. Hier galt das Prinzip "gemeinsame Sichtweise finden", was (bis auf zwei Ausnahmefragen) zu einer einheitlichen Bewertung führte; ggfs. unterschiedliche Situationen in verschiedenen KiTas traten damit (bewusst) zugunsten einer Globalanalyse zurück. Dies war der Zielsetzung geschuldet, auch Handlungsbedarf und Maßnahmenplanung für den Gesamtbetrieb zu entwickeln.
In allen 6 ausgewählten KiTas fanden zwei Teamsitzungen mit jeweils der Hälfte der Belegschaft hintereinander statt, um den Tagesablauf nicht zu beeinträchtigen. Dabei wurden Projekt und Zielsetzung, Verfahren und Fragebogen SC vorgestellt. Nach einer einwöchigen Frist wurden die ausgefüllten Fragebögen jeweils an eine benannte Vertrauensperson in der KiTa abgegeben, in einem gemeinsamen Umschlag an FABIDO und von dort an die TBS gesandt. Die individuellen Auswertungen gingen per Postrücksendung an die jeweiligen TEKs, wo sich die Beschäftigten per Fragebogen-Code auf den Umschlägen ihr Exemplar identifizieren konnten.
Auf einer weiteren Steuerkreissitzung mit Durchgang UC und SC wurde erst nach Dimensionen, anschließend im Detail diskutiert. Eine spezifische Auswertung nach TEKs wurde nicht gewünscht. Man erstellte eine Metaplanwand mit Themenspeicher, die anschließend sortiert wurden nach verantwortlichen Bearbeitern und Priorität. Daraus ergaben sich Aufgaben für FABIDO, für Personalamt zusammen mit Personalrat, für die Diskussion der Leitung in den TEKs, für eine gemeinsame Bearbeitung in einer weiteren Steuerkreissitzung und zur Formulierung von konkreten Aufgabenstellungen für Arbeitsgruppen.
Eine einheitliche Personalversammlung mit allen Beschäftigten der 6 Einrichtungen fand statt, auf der Ergebnisse des UC und SC präsentiert und die Vorschläge aus dem Steuerkreis zur weiteren Bearbeitung vorgestellt wurden. Vorbereitend brachte das Projekt diese Ergebnisse in eine präsentable Textfassung. Aus der Personalversammlung wurde noch eine zusätzliche Auswertung der gesundheitlichen Belastungs-Symptome nach Altersgruppen gewünscht, welche anschließend auf der nächsten Steuerkreissitzung präsentiert wurde. Die vorgeschlagenen Arbeitsgruppen wurden akzeptiert und personell zusammengesetzt.
Mit Ablauf von einem Monat wurden Maßnahmenvorschläge der Arbeitsgruppen zu ihren jeweiligen Handlungsfeldern schriftlich vorgelegt. Im Steuerkreis wurden diese auf ihre Umsetzbarkeit hin diskutiert und priorisiert, Diskussionsergebnisse aus den TEK zu zwei Fragestellungen wurden zusammengeführt und das Thema Entwicklungsperspektiven gemeinsam behandelt. Alle Vorschläge und Ideen für Maßnahmen wurden den Beschäftigten der sechs Einrichtungen über Aushang bekannt gemacht. Umsetzungsentscheidungen wurden nach Rückkopplung mit FABIDO und GPR auf einem abschließenden Steuerkreistermin zur Entscheidungsvorbereitung. Über die Ergebnisse soll auf einer Personalversammlung für den gesamten KiTa-Bereich informiert werden. Ein Gesamtüberblick "Handlungsfelder -Maßnahmenvorschläge- Umsetzungsentscheidung" wurde für das weitere Controlling erstellt. Mit dem Abstand von sechs Monaten soll ein Steuerkreis für das Umsetzungscontrolling stattfinden.
KiTa Lüntenbeck, AWO Wuppertal
Kontakt: Ansprache des ehrenamtlichen Vorstands durch die TBS. Dieser zeigte sich angesichts der Problemlage (überdurchschnittlich hohes Alter der Belegschaft, isolierte Kindertagesstätte) aufgeschlossen für eine Projektmitarbeit.
Ein Steuerkreis wurde gebildet mit o.g. ehrenamtlichem Vorstandsmitglied, der Leiterin der (einzigen) KiTa und dem stellvertretenden Leiter. Auf einer ersten Sitzung in dieser Zusammensetzung wurde das Projekt ausführlich präsentiert, die betriebliche Situation behandelt, der Unternehmenscheck bewertet und das weitere Vorgehen beschlossen. In den weiteren Steuerkreissitzungen war statt des ehrenamtlichen Vorstands ein von der Geschäftsführung bestellter hauptamtlicher Mitarbeiter vertreten. Ein Betriebsrat existiert zurzeit nicht.
Beim Unternehmenscheck UC einigte man sich, die Fragen nach kurzer Diskussion individuell zu beantworten und in der Auswertung einen Mittelwert zu bilden. Zwei aufeinanderfolgende Teamsitzungen mit jeweils der Hälfte der Beschäftigten wurden zum Projekt, zum Vorgehen und zum Fragebogen SC durchgeführt. Besonders die älteren Kolleginnen legten Wert auf ein anonymes Auswertungsverfahren. Die Abgabe der Fragebögen erfolgte nach einer Woche bei der Leiterin in verschlossenem Umschlag, gemeinsame Rücksendung aller Fragebögen an die TBS, dort Auswertung und Rücksendung an die Leiterin. 2 Steuerkreissitzungen fanden statt, in denen Ergebnisse der IST Analyse (UC und SC) dimensionsweise diskutiert wurden, auf dem ersten Termin mit den beiden Dimensionen mit schlechtestem Ergebnis, auf der zweiten Sitzung die weiteren. Das gemeinsame Ergebnis wurde in der Dokumentation tabellarisch gegliedert nach Problemstellung - Handlungsvorschlag - Akteur; als Akteure kommen in Betracht: Träger, Leitung, zu bildende AGs. Zur Ergebnispräsentation (mit Beamer auf Basis des im Projekt standardisierten Textformulars) wurde eine Teamversammlung im Anschluss an die Betreuungszeit angesetzt; dort wurden auch zwei Arbeitsgruppen mit vorgeschlagenen Arbeitsaufgaben eingerichtet. Nach Ablauf der Terminsetzung (4 Wochen) und einer gewünschten Verlängerung (wegen Ferienzeit) fand eine Steuerkreissitzung zur Bewertung der Maßnahmenvorschläge statt. Die Handlungsfelder liegen bei Kommunikationskompetenz und bei psychischen Belastungen. Eine besondere Problemlage ergibt sich durch die Isolation der KiTa als einzige der AWO Wuppertal, die geringe Zusammenarbeit mit anderen AWO Kreisverbänden und im Bezirksverband, die niedrige Fluktuation (Beschäftigung seit 20 Jahren) und dadurch das hohe Durchschnittsalter. Auf einem weiteren Steuerkreistermin wurden Beschlüsse zur weiteren Umsetzung gefasst.
Kitas der Ev. Kirchengemeinde Düsseldorf Rath und das Ev. Kindergartenbüro der Diakonie in Düsseldorf
Kontakt: Ansprache des Kindergarten-Büros der Diakonie Düsseldorf ("KiGa-Büro") durch TBS und Präsentation der Projektidee; darauf hin Entscheidung zur aktiven Mitarbeit. Die Aufgaben des Kindergartenbüros sind insbesondere:
Fortbildung für das pädagogische Personal
Verhandlungen mit dem Jugendamt
Kontrolle der rechtlichen Vorgaben (Quartalsberichte, Heimbögen)
Erhebung von Planungsdaten
Entwicklung neuer Organisationsmodelle
Qualitätsentwicklung
Fach- und Einzelberatung von Leiterinnen, Trägern, Teams zu aktuellen Fragestellungen
Vertretung in übergeordneten Kirchengremien
Durchführung von Langzeitprojekten
Vertretung im Jugendhilfeausschuss und der AG nach §78 Jugendhilfeplanung.
Die Funktion des KiGa-Büro liegt zwischen der Beratung und Begleitung der Tageseinrichtungen für Kinder und der Aufnahme der gesellschaftlichen und gesetzlichen Veränderungen in der Jugendhilfeplanung und der damit verbundenen Trägerberatung. Die einzelnen KiTas unterstehen direkt der jeweiligen Gemeinde mit Präsbiterium. Das Evangelische Kindergartenbüro arbeitet dabei eng mit den einzelnen Kirchengemeinden zusammen. Aufgrund des aktiven Interesses der Leiterin des KiGa-Büros konnte auch der erste überbetriebliche Steuerkreis in den Räumen des KiGa-Büros stattfinden. Auch die Auswahl des "Untersuchungsbereichs" und die Ansprache zweier KiTa-Leitungen wurde durch das KiGa-Büro vorgenommen. Die beiden ausgewählten KiTas liegen im gleichen Stadtteil, haben vergleichbare Sozialstrukturen und ermöglichen auch gemeinsame Arbeitsstrukturen, Absprachen von Öffnungszeiten, Austausch von Personal und gemeinsames Lernen.
Der betriebliche Steuerkreis setzte sich zusammen aus der Leiterin des KiGa-Büro, 2 Pfarrer (aus den beteiligten Presbiterien), 2 LeiterInnen, 1 stv. LeiterIn/ gleichzeitig MAV (fallweise anwesend). Auf der ersten Sitzung wurde das Projekt ausführlich präsentiert, das weitere Verfahren verabredet und der Fragebogen UC durchgearbeitet. Dabei wurde einrichtungsspezifisch gewertet; d.h. die Steuerkreismitglieder mussten sich für ihre jeweilige Einrichtung auf einen Wert einigen.
Für den Selbstcheck wurden jeweils Teamsitzungen in beiden Einrichtungen durchgeführt (Vorstellung, Verfahren, Austeilen), die beantworteten Fragebögen wurden in verschlossenem Umschlag bei Leitung bzw. MAV Kollegin abgegeben und durch TBS abgeholt, ausgewertet und per Post zurückgeschickt.
Aufgrund diverser Terminprobleme (Karneval, Kyrill, unvollständiger Teilnehmerkreis) konnten die Steuerkreissitzungen und damit die gemeinsame Auswertung erst mit dreimonatiger Verzögerung durchgeführt werden, worunter die Aufmerksamkeitskurve in der Belegschaft sicher litt. Im ersten Steuerkreis verschaffte man sich mit Durchgang UC und SC einen allgemeinen Überblick, dann gab es einen Zwischentermin im kleinen Kreis (ohne Projektberatung) und auf einer zweiten Steuerkreissitzung wurde der SC auch einrichtungsspezifisch ausgewertet und die Freitextantworten wurden analysiert.
Auf einer gemeinsamen Personalversammlung beider Betriebe ging es um die Vorstellung der IST Analyse (Beamer) und die Vorschläge des Steuerkreises zur weiteren Bearbeitung (auf einer Wandzeitung). Flankiert wurde diese Personalversammlung durch getrennte Teamsitzungen beider Einrichtungen (unter Teilnahme der Leiterin) mit einer Detaildiskussion über spezifische Faktoren und Besprechung sinnvoller Maßnahmen und Bildung von Arbeitsgruppen.
Für jede Einrichtung fand eine getrennte Steuerkreissitzung jeweils mit dem KiGa-Büro statt, in der ein erstes Controlling durchgeführt und die Ergebnisse für die Einrichtung bilanziert wurden; auf einer weiteren -gemeinsamen- Steuerkreissitzung wurde eine gewünschte Auswertung nach Personengruppen (Erzieherinnen vs. Ergänzungskräfte) vorgestellt und diskutiert, ein Projektzwischenfazit gezogen und mögliche Umsetzungsschritte auf der überbetrieblichen Ebene ("Gesamtdiakonie in Düsseldorf") vorbereitet.
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