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4.5.2 Zielformulierungen in den Projektbetrieben
KiTa Die wilden Füchse des Bürgerschaftshaus e.V., Köln-Bocklemünd
Ziel:
Wir wollen bei der Gestaltung des pädagogischen Konzepts die körperlichen und psychischen Belastungen der MitarbeiterInnen berücksichtigen.
Das bedeutet, dass die belastenden Faktoren benannt werden, und dass dafür Lösungen gefunden werden. (Integration in bestehende Arbeitsgruppen)
Heilpädagogische KiTa Alsbachtal der Alsbachtal Kinderförderung gGmbH, Oberhausen
Arbeitsauftrag:
realistische und erfolgversprechende Maßnahmenvorschläge erarbeiten und aufschreiben
Der Steuerkreis nimmt dann zu allen Vorschlägen Stellung.
Die Arbeitsgruppen können sich jeden ersten Donnerstag im Monat Zeit nehmen (Mehrbedarf nach Absprache Leitung) und haben eine Sprecherin.
Externer und interner Sachverstand ( Betriebsarzt, Arbeitssicherheit, Fachberatung usw.) kann befragt werden.
Ziele:
Wir wollen eine gute Balance zwischen Arbeit und Leben möglich machen.
Das bedeutet, Möglichkeiten der flexiblen Arbeitszeitgestaltung zu erfragen, zu erarbeiten und aufzuzeigen, um Betreuungs-, Arbeits-, Dokumentations-, Fortbildungszeiten und Freizeit gut in Einklang zu bringen.
Wir wollen ein Betriebsklima, in dem man um Unterstützung bitten und sich trauen kann, etwas zu sagen.
Das bedeutet, Methoden und Techniken der Kommunikation und Zusammenarbeit zu kennen, zu üben und anzuwenden.
Wir wollen durch ein gezieltes Gesundheitsmanagement die bestmögliche Gesundheitsförderung für die KollegInnen erreichen.
Das bedeutet Verfügbarkeit von Informationen über Risiken und die Möglichkeiten, denen begegnen zu können, und ein System der Vorsorge (Prävention) aufzubauen und anzuwenden.
KiTas der Stadt Frechen
Arbeitsauftrag:
Einrichtungsübergreifende Gruppen mit je 1 Leiterin ,2 Sitzungen zu 3+x Stunden, Nachschlag nach Vereinbarung
Ergebnis: realistisch durchführbare und zweckdienliche Maßnahmenvorschläge (keine Wolkenkuckucksheime!)
Die Sprecherinnen stellen die Maßnahmenvorschläge Mitte Oktober im Steuerkreis vor.
Der Steuerkreis nimmt Stellung zu jedem Vorschlag:
wird umgesetzt (von wem - bis wann) /
wird umgesetzt, mit folgenden Änderungen ..., weil ... /
wird nicht umgesetzt, weil ...
Ressourcen: Fragebogenauswertung SelbstCheck (Auszählungen und Freitexte)
Einschätzungen UnternehmensCheck (Bewertungen und Kommentare)
Handlungsfelder aus dem Steuerkreis
externe AnsprechpartnerInnen (Arbeitssicherheit, Berufsgenossenschaft, ... )
überbetriebliche Fortbildungen des Projekts (14.8.07: Gesundheitsförderung,
10.9.07: Arbeitszeitszeitgestaltung)
Ziele:
Gesundheitsförderliche Maßnahmen: Wir wollen mit geeigneten Maßnahmen die Gesundheit der Beschäftigten erhalten und fördern. Das bedeutet, dass Belastungsfaktoren minimiert und ausgleichende Maßnahmen angeboten werden.
Arbeitsorganisation: Wir wollen, dass Arbeit so organisiert wird, dass gute Ergebnisse erzielt und persönliche Freiräume geschaffen werden. Das bedeutet, bei Gestaltung der Tätigkeiten und Verteilung der Aufgaben eine Balance zwischen Routine / Standards und den Möglichkeiten persönlicher Ausgestaltung zu finden.
Weiterbildung: Wir wollen, dass Beschäftigte sich zum größtmöglichen Nutzen für sich und den Arbeitsbereich entwickeln und weiterbilden können. Das bedeutet, für Weiterbildung einzeln, im Team und während der Arbeit Zeit, Geld, und Angebote bereitzustellen.
berufliche Entwicklungsmöglichkeiten (keine genauere Zielformulierung):
-> Bearbeitung durch dreiköpfige Leitungs-Arbeitsgruppe
FABIDO (Stadt Dortmund)
Zielformulierungen für Arbeitsgruppen:
Arbeitsgruppe 1
In der IST Analyse durch die Beschäftigten (Selbstcheck) gab es bei folgenden Fragen "schlechte Werte":
Ich bin bei der Arbeit starken Beeinträchtigungen (z.B. Lärm, beengter Raum, nicht-erwachsenengerechte Möbel, ungünstige Beleuchtung, unangenehme Temperaturen) ausgesetzt.
Ich verrichte häufig schwere, körperlich belastende Tätigkeiten bei meiner Arbeit.
Ich fühle mich bei der Arbeit durch Hektik, Stress, Termindruck und eine enge Personaldecke belastet
Es kommt häufiger vor, dass ich nicht gut abschalten kann und Probleme aus der Arbeit mit nach Hause nehme
An meinem Arbeitsplatz erhalte ich von den Vorgesetzten regelmäßig eine Rückmeldung über die Qualität meiner Arbeit.
Die gesundheitsförderlichen Maßnahmen des Unternehmens sind für mich eine gute Unterstützung.
Die Unterweisungen meiner Vorgesetzten zur Gesundheitserhaltung und zum Arbeitsschutz helfen mir.
Arbeitsgruppe 2:
In der IST Analyse durch die Beschäftigten (Selbstcheck) gab es bei folgenden Fragen "schlechte Werte":
Ich kann mir gut vorstellen, dass ich auch in zehn Jahren in der Lage bin, meinen derzeitigen Job auszuüben
Mehr als ein Drittel der Belegschaft (darunter auch viele Beschäftigte unter 50 Jahren kann sich dies nicht vorstellen. Gleichzeitig wurden Wünsche nach unterschiedlichen Perspektiven abgefragt:
Mich reizt es, neue Aufgaben zu übernehmen, auch wenn diese im größeren Umfang neue fachliche Anforderungen an mich stellen; Und zwar innerhalb der Einrichtung.
Mich reizt es, neue Aufgaben zu übernehmen, auch wenn diese im größeren Umfang neue fachliche Anforderungen an mich stellen; Und zwar in anderen Bereichen des Betriebs.
Mich reizt es, neue Aufgaben zu übernehmen, auch wenn diese im größeren Umfang neue fachliche Anforderungen an mich stellen; Und zwar außerhalb des Betriebs, z.B. in einem anderen Tätigkeitsbereich.
Ich sehe einen Arbeitsplatzwechsel als Chance.
Bitte formulieren Sie Vorschläge, Ideen und Maßnahmen, um die Umsetzung dieser Wünsche nach unterschiedlichen Perspektiven zu ermöglichen bzw. zu erleichtern.
Arbeitsgruppe 3:
In der IST Analyse durch die Beschäftigten (Selbstcheck) gab es bei den nachfolgenden Fragen "schlechte Werte".
Ich habe Möglichkeiten, meine Arbeitszeit auf meine privaten Bedürfnisse abzustimmen.
Ich habe genug Zeit für Abstand und Erholung.
Ich habe genug Zeit für Familie, Freunde und Freizeit
Für einen interessanten Arbeitsplatz bin ich bereit, längere Fahrzeiten, d.h. auch mehr als eine Stunde pro Strecke, in Kauf zu nehmen.
Mir fällt es schwer, kurzfristig angesetzte Überstunden zu leisten
Ein flexibles Arbeitszeitmodell, z.B. Gleitzeit, entspricht meinen Vorstellungen einer wünschenswerten Arbeitszeitgestaltung.
Es fiele mir schwer, je nach Bedarf des Betriebs mehr oder weniger zu arbeiten. Dies gilt auch, falls eine Betriebsvereinbarung das Ausmaß von Mehr- bzw. Minderarbeit in Grenzen hielte.
Ich kann mir vorstellen, mit unregelmäßigen Arbeitszeiten zu arbeiten.
Ich bin bereit, mich auch in meiner Freizeit fortzubilden, wenn ich mir dadurch andere berufliche Möglichkeiten schaffen kann.
Ich bin bereit, einen finanziellen Eigenanteil für Fortbildungen zu übernehmen, wenn ich dadurch die Möglichkeit habe, eine höher qualifizierte Arbeit zu bekommen.
Bitte formulieren Sie Vorschläge, Ideen und Maßnahmen, wie die Balance zwischen Beruf und Freizeit, die Aufgeschlossenheit für flexible Arbeitszeiten, die berufliche Mobilität und die Weiterbildungsbereitschaft verbessert werden kann.
Zusätzlich zu den eingerichteten Arbeitsgruppen wurden auch direkte Arbeitsaufträge vom Steuerkreis an den Träger (FABIDO), an die beteiligten LeiterInnen, das Personalamt oder den Personalrat vergeben bzw. im Steuerkreis unmittelbar bearbeitet (vgl. Aufstellung).
Aushandelungskompetenz FABIDO
Durchlässigkeit in der Verwaltung Personalamt/GPR
Abstimmung Arbeitszeitwünsche FABIDO
Weiterbildung am Arbeitsplatz FABIDO
Geringe Bereitschaft zur Übernahme neuer Aufgaben Rückfrage warum (Kärtchenmethode) in den Einrichtungen
Geringe Nutzung von Unterstützungssystemen Rückfrage warum (Kärtchenmethode) in den Einrichtungen
Nutzung altersspezifischer Kompetenzen Bearbeitung im Steuerkreis
Vorbereitung in den Kitas durch Leitung
KiTa Lüntenbeck, AWO Wuppertal
Problemfeld Analyse Zielformulierung wer
Kommunikative Kompetenz Aktive Kommunika¬tionskompetenz niedrig Stärkung der Verhandlungskompetenz Bildung einer AG
Gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung Begehung nach Arbeitsschutzgesetz nicht dokumentiert Ergebnisse der Begehung nach ArbSchG verfügbar machen und nutzen
Gesundheitszirkel AWO
Umgang mit psychischen Belastungen "Ausdenken": Hoher Belastungsgrad, Arbeit mit nach Hause Vergleiche mit anderen Betrieben Bildung einer AG
Informationsbasis Unzureichende Informationsbasis QMS zur Verbesserung nutzen
Mehr Aufklärung durch GF
Häufigere Besuche durch Arbeitgeber, bessere Kommunikation durch Träger zu Perspektiven der AWO (Fürsorgepflicht/ Wertschätzung) AWO
Weiterbildung Schlechte Weiterbildung Strukturierte Personalentwicklung im Team Leitung
Soziale Netze KiTa und Träger sind isoliert Mehr Kontakte zu anderen Einrichtungen (Kitas in AWO, Stadt) AWO
Einsatzalternativen Wenig Einsatzalternativen, geringe Mobilität Strategisch Möglichkeiten für Einsatzalternativen schaffen AWO KV, Kooperation im Bezirksverband, Durchlässigkeit interner Informationen AWO
Selbstmanagement Keine langfristigen Entwicklungsziele Weiterbildung, Fachberatung (AWO intern), Implementierung QMS/AWO Bundesvorstand) AWO
Weiterbildungsbereit-schaft Geringe Bereitschaft Strukturierte Personalentwicklung im Team Leitung/GF
Rahmenbedingungen Altersteilzeit klären und kommunizieren AWO
Diakonie in Düsseldorf
Hier wurde Beteiligung in mehreren Stufen organisiert:
1. Schritt: Ermittlung von Problembereichen aus der Gesamt-Ist-Analyse von beiden KiTas unter Beteiligung der Pfarrer, Leitungen und BeschäftigtenvertreterInnen bei¬der KiTas sowie des KiGa-Büros der Diakonie (Steuerkreissicht).
2.Schritt: Feststellung des Handlungsbedarfs aus Beschäftigtensicht aufgrund einer gemeinsam durchgeführten Personalversammlung
3.Schritt: Durchführung von (Gesamt-)Teambesprechungen in jeder der beiden KiTas für Maßnahmenvorschläge auf KiTa-Ebene
4.Schritt: Steuerkreise für jede KiTa mit Pfarrer und Leitung zur Umsetzungsent¬scheidung
5.Schritt: Gesamtsteuerkreis (s.o.) zur Übertragbarkeit von Ergebnissen auf weitere KiTas in Düsseldorf.
Problembereiche aus Sicht des Steuerkreises
Problembereiche Ausprägungen
Aushandelungskompetenz Wer ist Vorgesetzter? Was ist kompliziert?
Umgang mit Misserfolgen
Vernetztes Denken (nur Neuenhofer Str.)
Physische Belastungen
Psychische Belastungen Handlungsbedarf
Gesundheitsförderung -Unterweisung
-feed back gering
-Qualität der Arbeit?
Körperliche Beschwerden -Rückzugsmöglichkeiten
Veranstaltungen
Pausen "nehmen"
Was kann Stress abbauen
Balance Arbeit-Freizeit Arbeitszeitgestaltung
Weiterbildungsbereitschaft
Handlungsbedarf aus Sicht der Beschäftigten
Personalversammlung Team Neuenhofstr. Team Oberrather Str.
Umgang mit psychischen Belastungen Weiterbildung durchführen Umgang mit Konflikten und Stress:
Persönliche Weiterbildung für gesamtes Team (Ende Oktober, 1-2Tage)
Team feed backs zu Konflikten organisie¬ren
Fortbildung Rhetorik
Arbeitszeitgestaltung Handlungsbedarf, Gestaltungsspiel¬räume aufzeigen und nutzen Im Team klären
Gesundheitsförderliche Maßnahmen Vorschläge zu gesundheitsförderlichen Maßnahmen (2 KollegInnen, MAV)
Prüfauftrag Sanitäranlage
Lärmampel aufstellen
Prüfauftrag Licht
Bessere Wärmedämmung/Türen erneu¬ern
Mdl. Übergabe verbessern
Krankheitsmeldungen
Bedarfserhebung Stühle
Bei mangelnder "Orientierung" (Unterwei¬sung, feed back, Qualität, Frage 33-35) soll gesagt werden was fehlt
Unterweisung einmal durchführen ("rote Mappen im Team ansehen, SiBe einladen)
Beratung zu gesundheitsförderlichen Ma߬nahmen einholen
Räumlichkeiten für Rückzug schaffen (Mobiliar, Korbstühle, Sofa)
Weiterbildungsangebote
© Technologieberatungsstelle beim DGB
NRW e.V.